10 Jahre 3 schätze – Ein Jubiläum

Was soll ich sagen, am 01.06.2012 hat alles begonnen und nun wird 3 schätze heute 10 Jahre alt! Ein wahrer Grund zum Feiern! Da ich diese Zeilen allerdings gerade in einer kurzen Pause zwischen zwei längeren Zen-Sesshins schreibe, wird es heute zunächst noch keine große Feier geben. Diese wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Gleichzeitig möchte ich jedoch ein paar Dinge in Erinnerung rufen und feiern.

Ich bin dankbar für die 10 Jahre, in denen ich mit 3 schätze einen Ort kreieren durfte, der immer etwas mehr war als einfach nur ein „Shopping-Center“, sondern ein Ort der Begegnung und hoffentlich auch eine direkte Unterstützung Deiner Yoga- oder Meditationspraxis. Auch wenn die räumlichen Möglichkeiten bei 3 schätze begrenzt sind, findest Du bei mir ein vielfältiges Sortiment an nützlichen und schönen Dingen. Den Wunsch einer Kundin nach einem „Chinesenkostüm“ während Karneval konnte ich zwar nicht erfüllen aber ansonsten gibt es bei 3 schätze immer etwas zu entdecken.

In den Jahren vor der Corona-Pandemie konnten, mit Herz und Kreativität, eine Vielzahl an Workshops, Filmvorführungen, Lesungen, Vorträge und Musikveranstaltungen organisiert und durchgeführt werden, was in Zukunft hoffentlich auch wieder möglich wird.

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Trotz aller Einschränkungen sind die 3 schätze doch relativ gut durch die Coronazeit gekommen, auch dank der Unterstützung vieler Freunde und Unterstützerinnen meiner SpendenaktionEine Ecke dieser Welt erhellen„. Diese Möglichkeit der Beteiligung an dem Projekt 3 schätze habe ich 2016 ins Leben gerufen und bin sehr dankbar und freue mich über die vielen regelmäßigen und unregelmäßigen Soli-Beiträge.

Manches stimmt vielleicht auch traurig. So konnte unsere wunderbare Monk´s Kitchen ihre Türen während nun zwei langen Jahren nicht mehr öffnen und obwohl ich häufig dananch gefragt werde, kann ich noch nicht sagen, ob und wann es eine Neuauflage der gemeinsamen Mittagessen geben wird. Stattdessen habe ich allerdings weiterhin für das Bonn Lighthouse und seine Bewohner*innen gekocht und sie mit leckerem Essen versorgt.

Einige Dinge bleiben eher im Verborgenen, obwohl sie (hoffentlich) ein kleiner Beitrag für den Planeten sind, auf dem wir gerade etwas Zeit verbringen dürfen. Im Sinne der Nachhaltigkeit habe ich z.B. in 10 Jahren kein einziges Mal Verpackungsmaterialien dazu gekauft, sondern immer recycelte Kartons und Dämmmaterialien verwendet. Der eine oder die andere mag sich vielleicht über eine Bananenkiste gewundert haben, in der die bestellte Klangschale oder die Räucherstäbchen angekommen sind aber ich werde dies weiter so machen und ich denke, die Umwelt feiert das mit mir.

Zurückschauend habe ich mir auch nochmal das Interview mit mir selbst angesehen, welches ich 1,5 Jahre nach dem Start in den 3 schätze Blog eingestellt hatte. Wenn Du das Interview ebenfalls nochmal lesen möchtest, findest Du es hier

Immer wieder betreten Menschen den 3 schätze Laden, die Orientierung in ihrer (gerade erst beginnenden) Meditationspraxis suchen und es freut mich, wenn aus einer Beratung und Gesprächen, vielleicht sogar ein gemeinsamer Weg der Drei Schätze, Buddha, Dharma und Sangha wird. Das San Bo Dojo des Zen Dojo Bonn e.V., in dessen Räumen sich der 3 schätze Laden befindet, und das Kô Getsu An in Blankenbach sind Orte, an denen Zen-Praxis erforscht und geübt werden kann.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen, persönlich oder online unter www.3-schaetze.de

Herzliche Grüsse,

Patrick Ho Kai

Svasthya – Studio für Yoga und Alexander-Technik

Mit einem Tag der offenen Tür hat das Svasthya · Studio für Yoga & Alexander-Technik am 23.09.2017 offiziell neu eröffnet. Bettina Hallensleben und Tanja Striezel haben das Studio von Lotte Limper übernommen, frisch renoviert und neu gestaltet. Nun starten die beiden durch in eine neue Zeit. Mittendrin gab es dann sogar noch die Gelegenheit zu einem Interview…

3 schätze: Hallo Tanja, hallo Bettina, seit Ende August 2017 gebt Ihr beide dem Svasthya Yoga Studio ein neues Gesicht bzw. wird man Eure Gesichter dort treffen. Bitte stellt Euch doch beide mal kurz vor…

Tanja: Naja, man hat uns auch vorher schon dort gesehen, weil wir beide ja schon als Untermieterinnen im Svasthya waren. Ich gebe dort seit 2015 Einzelstunden in Alexander-Technik und meine Fußworkshops. Seit 2003 arbeite ich freiberuflich als Alexander- Technik Lehrerin, meine Ausbildung habe ich in Freiburg gemacht und seit 2006 bin ich in Köln bzw. in Bonn und freue mich nun endlich ganz eigene Räume zu haben.
Ich biete im Svasthya weiterhin die Alexander-Technik an, gebe Workshops und biete Personzentrierte Beratung an. Mein zweites Standbein ist der Tanz. Ich gebe regelmäßig Kurse und Workshops in Contact Improvisation. Außerdem habe ich langjährige Erfahrung in Yoga und Meditation.

Bettina: Ja, das stimmt, was Tanja sagt, wir waren beide auch schon vorher im Svasthya. Ich habe hier vor zwei Jahren eine neue Heimat für meinen Yoga-Kurs gefunden, nachdem ich zuvor drei Jahre einen Raum im Geburtshaus in Dottendorf genutzt habe. Davor war ich viele Jahre in Stuttgart, wo ich auch meine Ausbildung gemacht habe. Yoga ist für mich neben der persönlichen Bereicherung ein zweites berufliches Standbein geworden. Mit meinem anderen Standbein arbeite ich nach wie vor in Teilzeit in der allgemeinen Büroorganisation. Mit der Übernahme des Svasthya, zusammen mit Tanja, möchte ich gerne mein Yoga-Angebot ausweiten.

3 schätze: Der Name des Studios hat sich ja auch in „Svasthya · Studio für Yoga & Alexander-Technik“ geändert. Was genau ist eigentlich die Alexander-Technik?

Tanja: Mit der Alexander-Technik kann man sich nachhaltig aus eingefahrenen Denk- und Bewegungsgewohnheiten befreien. Mit den Veränderungsprinzipien „wahrnehmen“, „innehalten“ und „ausrichten“ kann man den eigenen Gewohnheiten auf die Spur kommen und sie verändern. Man lernt, achtsam zu sein, wie man die alltäglichen Dinge tut und was für Konzepte einem im Wege stehen. Die fein geschulten Hände einer Alexander-Technik Lehrerin ermöglichen eine neue Körpererfahrung. Sich mental eine neue Richtung zu geben, ermöglicht eine neue Selbststeuerung. Man lernt einen besseren Umgang mit sich selbst und Anderen, kann besser mit Stresssituationen umgehen und sein Potential mehr entfalten hin zu mehr Leichtigkeit, Gelassenheit und Freiheit. Alexander Schüler erleben oft eine neue Lebensqualität, mehr Ruhe und Handlungsspielraum und weniger Rückenschmerzen und Verspannungen…

3 schätze: Bettina, seit über 10 Jahren unterrichtest Du nun Yoga. Deinen Yoga-Stil beschreibst Du als Kombination von lange gehaltenen und teilweise mehrfach wiederholten Asanas, in Verbindung mit einer gelenkten Atmung aus der Atempsychotherapie. Neben Deiner Ausbildung zur Yogalehrerin hast Du ja eine Ausbildung in Atem- und Körperpsychotherapie gemacht. Erzähle uns doch bitte ein wenig mehr über Deinen Werdegang und Dein Angebot.

Bettina: Ich habe eine Ausbildung in Körper- und Atempsychotherapie, in der Yoga einen großen Raum eingenommen hat. So ist mein Yoga-Stil geprägt von der Arbeit mit der Atmung, die uns hilft, besser in den Körper zu kommen, uns besser zu spüren, aber auch mehr im Hier und Jetzt zu sein. Mit dieser Art der gelenkten Atmung schicke ich die Schüler*innen während des Unterrichts immer wieder auf kleine Körperreisen. Dazu passen die länger gehaltenen Stellungen (Asanas), die uns Zeit lassen, ins spüren zu kommen. Ich flechte aber auch immer wieder fließende Bewegungen im Atemrhythmus ein, auch das ist wichtig und lässt einen den Körper nochmal anders wahrnehmen. Und es geht natürlich auch um Kräftigung, Dehnung und Entspannung.

3 schätze: Ich habe gelesen, dass Du Mitglied in der Gesellschaft für Integrale Leibarbeit e.V. bist. Welche Ziele verfolgt der Verein?

Bettina: Der Verein dient im Wesentlichen dem Austausch der Praktizierenden und dem Bekanntmachen der Integralen Leibarbeit, die Richtung der Köperpsychotherapie, die ich in Stuttgart gelernt habe. Mich verbindet der Verein mit meinen Wurzeln in der Körperarbeit, auch wenn ich nicht psychotherapeutisch arbeite. Aber es ist mir wichtig, mir immer wieder bewusst zu machen, dass es bei Yoga und bei jeder anderen Körperarbeit auch, nicht nur um den Körper sondern auch um die Seele oder die Psyche geht – dass wir über den Körper auch unsere Seele erreichen. Das macht diese Arbeit für mich so wertvoll und wohltuend.

3 schätze: Tanja, als Tänzerin und Bewegungspädagogin bietest Du, wie schon erwähnt,  Kurse, Workshops und Einzelarbeit in Alexander-Technik, Contact Improvisation, Tanz, Meditation und Erfahrbarer Anatomie an. In wie weit greifen all diese Methoden ineinander? Erzähl uns doch bitte ein bisschen über Deine Arbeitsweise.

Tanja: Ich weiß gar nicht, ob die Methoden alle ineinander greifen. Sie befruchten sich auf jeden Fall gegenseitig und mich leiten die Prinzipien und die innere Haltung aus den Methoden, wenn ich Menschen in ihrer Entwicklung ein wenig begleite. Mein Körperwissen durch Alexander-Technik und Anatomie fließt z.B. in meinen Tanzunterricht, umgekehrt lasse ich mich oft vom Tanz inspirieren, spielerisch in meinem Unterricht zu sein, neue Dinge auszuprobieren und zu improvisieren.

Die Ausbildung zur Personzentrierten Beraterin habe ich gemacht, damit ich zum Einen ein besseres Verständnis von mir selbst habe als Grundlage, Menschen zu begleiten und zum Anderen, um Menschen in ihren psychischen Mustern zu verstehen und zu unterstützen. Diese Arbeit fließt sowohl ganz stark in meinen Alexander-Technik Unterricht ein, als auch in meinen Gruppentanzunterricht.

Eine meiner Meditationspraxen ist das Sitzen in Stille, ich würde aber auch ganz klar die Alexander-Technik als meine Meditationspraxis bezeichnen, wo ich Achtsamkeit und innere Ausrichtung im Alltag übe. Und beim Contact Tanzen komme ich oft in eine tiefe Verbundenheit. Diese Erfahrungen und dass ich mich immer wieder neu öffne für die Menschen und für neue Erfahrungen beleben und prägen mein Unterrichten.

3 schätze: Gut, dass Du es ansprichst. Auf die Rubriken Body-Coaching und Personzentrierte Beratung, auf Deiner Webseite (www.tanjastriezel.de) wollte ich auch gerne noch etwas eingehen. Wirst Du diese Beratung auch im Rahmen des Svasthya anbieten oder wer ist hier Deine Zielgruppe?

Tanja: Ja, ich biete auch Personzentrierte Beratung im Svasthya an. Ich arbeite mit allen Menschen, die Lebens- und Konfliktthemen haben, die interessiert sind an guter Kommunikation und an persönlicher Entwicklung und Reifung und wacher werden wollen mit ihren Mustern. Body Coaching bezieht sich ein bisschen mehr auf die Arbeit am Arbeitsplatz. Ich biete auch Arbeitsplatzeinrichtung an und wenn möglich simuliere
ich die Situation in der Einzelstunde, stelle z.B. meinen Computer auf und wir arbeiten dann in der Situation mit den Alexander-Technik Prinzipien. Aber die Einzelstunden sind sowieso wie ein Labor, ich arbeite mit den Themen, die die Leute mitbringen, am Körper, mit der Psyche, an der Kommunikation…

3 schätze: Bettina, ich habe gelesen, dass Du künftig auch Thai-Yoga-Massage im Svasthya anbietest.

Bettina: Ja das stimmt. Auch diese Arbeit knüpft an, an meine körpertherapeutische Ausbildung, in der verschiedene Massagetechniken und andere Qualitäten der Berührung eine große Rolle gespielt haben. Als ich dann vor zweieinhalb Jahren die Thai-Yoga-Massage kennenlernte, hatte ich sofort das Gefühl, dass die Arbeit zu mir passt, zu mir als Person aber auch als Yogalehrerin. Ich lasse einiges davon auch in meinen Yoga-Unterricht einfließen, und ich weiß, dass meine Schüler*innen das lieben. Eine volle Massage ist aber auch eine wunderbare Möglichkeit sich eine Zeit für sich zu gönnen.

3 schätze: Mit neuen Visionen gehen ja oft auch grundlegende Veränderungen einher. Was wird neu sein im Svasthya, was bleibt beim Alten?

Tanja: Bestehen bleibt das vielfältige Angebot. Viele der Kursleiterinnen, die vorher schon da waren, sind auch weiterhin dabei, eigentlich alle! :-). Das heißt, wir bieten neben Hatha und Vinyasa Yoga, Aeriel Yoga und Alexander-Technik auch Kurse in Qigong und in MBSR und MSC an. Und wir haben eine neue Yoga-Kollegin, die einen etwas anderen Schwerpunkt hat, da sie ihre Erfahrung aus dem Body-Mind-Centering in ihren Kursen einfließen lässt. Wir wollen auch weiterhin ein breites Angebot anbieten. Wir möchten wahrscheinlich auch wieder das Meditationsangebot aufleben lassen, was über den Sommer pausierte und wir haben auch Lust, manchmal ein kleines Konzert in den Räumen stattfinden zu lassen, so überlegen wir z.B. gerade, ob die Vorweihnachtszeit sich dafür eignet.

Bettina: Wie Tanja schon sagt, vieles bleibt beim Alten, die meisten Yoga-Kurse liegen sogar zu derselben Zeit wie bisher. Wir finden diese Konstante sehr schön und freuen uns über die Treue des Teams. Aber wir möchten auch gerne eigene Schwerpunkte setzen. So ist es uns ein besonderes Anliegen, dass unsere Angebote den ganzen Menschen erreichen, dass es um den Körper, die Psyche und die Seele geht. Wir möchten die Menschen, die zu uns kommen unterstützen, sich zu entwickeln und zu entfalten, den Weg zu sich zu finden, zu erfahren, wie es ist bei sich anzukommen, oder wie es unser Name „Svasthya“ auch sagt, in sich selbst zu stehen. Dies werden wir bei neuen Angeboten besonders im Blick behalten.

Tanja: Den Namen Svasthya haben wir übrigens von unserer Vorgängerin übernommen und uns gefällt die Übersetzung des „in sich Stehens“ sehr gut. Wir freuen uns, wenn das Svasthya ein Ort von persönlicher Entwicklung und Entfaltung sein kann, wo auch spirituelle Werte gelebt werden können. Und neu ist auf jeden Fall unsere Zusammenarbeit. Das ist fürs Svasthya neu und für uns beide! 🙂

3 schätze: Beim Tag der offenen Tür konnte ich ja leider nur auf einen Sprung vorbeikommen. Ihr hattet ja richtig Glück mit dem Wetter und als ich da war, war das Svasthya auch sehr gut besucht. Wie habt Ihr den Tag erlebt? Ihr hattet ja neben dem gemütlichen Teil auch noch ein richtiges Programm im Angebot.

Tanja: Der Tag der offenen Tür war ein sehr schöner Tag und rundum gelungen. Es kamen viele Freunde und Bekannte zum Feiern und Gratulieren zu diesem neuen Schritt. Und es haben auch viele neue, interessierte Leute und Nachbarn den Weg zu uns gefunden. Die Schnupperstunden waren alle voll, es gab angeregte Gespräche und leckeres Essen! Und dank dem sonnigen Wetter, konnten wir auch das Svasthya vor der Tür beleben. Es war den ganzen Tag über viel los und ich war zwar am Abend dann erschöpft, aber auch sehr glücklich über die Resonanz.

3 schätze: Herzlichen Dank für dieses Interview, Euch beiden. Ich wünsche Euch viel Erfolg mit dem Svasthya und seinem vielfältigen Angebot!

 

Svasthya · Studio für Yoga & Alexander-Technik
Rheinweg 78
53129 Bonn
www.svasthya-bonn.de

Aerial Yoga Teacher Training in Bonn

Kraft & Ausdauer – Geschmeidigkeit & Eleganz – Leichtigkeit & Flexibilität

Erstmalig in Bonn bieten Leo Belloso und Anja Addis ab 2017 in der Yoga Schule Svasthya ein Aerial Yoga Teacher Training für YogalehrerInnen an. Wie ich finde, eine gute Gelegenheit mit den beiden ein kurzes Interview zu führen.

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3 schätze: Hallo Ihr beiden. Ich muss ja gestehen, dass ich Aerial Yoga, trotz Deines Angebots Anja, bisher noch nie ausprobiert habe. Erzählt doch mal ein wenig über diese besondere Form des Yoga.

Anja: Aerial Yoga ist eine ganz andere Art des Yoga! Die Ursprünge des Aerial Yoga liegen in New York, es ist eine Kombination aus Yoga und Aerial Silk Artistik-Show-Sport. Die zwei bekanntesten Bezeichnungen sind Aerial Yoga und Antigravity Yoga. Doch ist Aerial Yoga freier, kreativer und weniger festgelegt in den Asana-Sequenzen als Antigravity Yoga.

Mittels eines großen trapezartigen Tuches schwebst du in der Luft, wodurch du ein Gefühl von Schwerelosigkeit erlebst! Dadurch, dass du im Tuch hängst, werden die Gelenke weniger belastet, so können die üblichen Asanas ganz neu erfahren werden.
Umkehrhaltungen sind ohne Belastung für Kopf, Nacken, Schultern und Rücken möglich. Gerade für diejenigen, die den ganzen Tag viel sitzen müssen, ist eine passive Ausdehnung der Wirbelsäule und damit die Entlastung der Bandscheiben wichtig. Die gesamte Arm-, Schulter- und  Rumpfmuskulatur wird gekräftigt und gedehnt, was  die Rückengesundheit fördert. Die Schultern, die vom vielen Sitzen oft nach vorne fallen, werden geöffnet, der Brustkorb erhält Weite und die Atmung neuen Raum.

Das Turnen hat etwas spielerisches und schaukelnd kommt kindliche Freude auf. Mit jedem Mal im Tuch kannst du dich besser fallen lassen und lernst mehr und mehr zu vertrauen. Wir stellen uns gemeinsam der Herausforderung die Welt auf den Kopf zu stellen und Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

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3 schätze: An drei Wochenenden (die genauen Termine findest Du weiter unten) im Februar 2017 bietet Ihr nun zusammen ein Aerial Yoga Teacher Training in der Svasthya Yoga Schule in Bonn-Kessenich an. An wen richtet sich diese Ausbildung und was erwartet die Teilnehmenden?

Anja: Die Ausbildung richtet sich an Teilnehmer, die schon eine abgeschlossene Yoga-Ausbildung haben. Und wer an einer fundierten Ausbildung mit Blick auf Details, gute Technik und sauberen Alignements interessiert ist, der ist bei uns richtig.

3 schätze: Ich habe gelesen, das Aerial Yoga auch als Aerial Flow Yoga, Antigravity Yoga, Flying Yoga oder Swing Yoga bekannt ist. Gibt es beim Aerial Yoga mittlerweile schon verschiedene Stile oder sind dies einfach nur unterschiedliche Bezeichnungen für die Kombination aus klassischen Yoga Asanas mit Figuren aus der Tuch- und Zirkusakrobatik, sowie Elementen aus dem sogenannten AcroYoga?

Leo: Aerial Yoga entwickelt sich genau wie andere Yoga Stile ständig weiter. Konkret zu deiner Frage: Flow impliziert einen fließenden Wechsel zwischen den einzelnen Asanas oder Haltungen, Antigravity Yoga ist ein geschützter Name und der Unterricht läuft nach bestimmten Rahmenbedingungen ab. Flying und Swing Yoga sind uns selber wenig bekannt, aber das Flying Yoga unterscheidet sich, soweit wir wissen, in erster Linie durch den Namen (ohne jemandem zu nahetreten zu wollen), während beim Swing-Yoga das Tuch weiterentwickelt wurde und noch diverse Schlaufen und Griffe dazugekommen sind. In unserer Ausbildung vermitteln wir alle klassischen Aerial Yoga Elemente mit fließenden Übergängen. Es ist erwünscht, dass sich jeder frei entfaltet und es gibt keine Lizenzverlängerungen!

3 schätze: Ist Aerial Yoga grundsätzlich für jede/n geeignet oder muss man bestimmte Dinge beachten?

Leo: Es gibt einige Ausnahmen (z.B. erhöhtes Schlaganfallsrisiko oder Schwangerschaft ab dem 4.Monat). Oft muss man aber von Fall zu Fall entscheiden, und da wir mit allen neuen Schülern ein Anamnesegespräch führen, klären wir das individuell ab. Sprecht uns gerne an!

Es kann mitunter zu Schwindel kommen, wenn das passiert, gib es verschiedene Dinge auf die man achten kann, z.B. hilft es dann oft schon die Augen offenzulassen. Natürlich ist es auch eine Sache der Gewöhnung. Grundsätzlich gilt: einfach mal ausprobieren, sich auf etwas Neues einlassen und sein inneres Kind wecken.

3 schätze: Anja, Du bietest schon seit vielen Jahren Yoga-Kurse im Svasthya an. Neben Aerial Yoga unterrichtest Du Hatha-Yoga, Vinyasa- oder Flow-Yoga und Hormonyoga. Darüber hinaus integrierst Du immer auch Inhalte der Yogatherapie sowie gesundheitspräventive und rückenschonende Prinzipen aus Tanz und Pilates in Deine Arbeit…

Anja: Ja, ich schaue, was ein Schüler braucht und gehe auf seine Bedürfnisse ein. Der Yoga soll sich dem Schüler anpassen, nicht anders herum. Und jeder ist nun mal anders. Da in unserer Kultur Menschen vornehmlich sitzende, stressige Tätigkeiten ausüben, hat es sich für meine Schüler bewährt, dies besonders in der Anleitung der Asanas zu berücksichtigen. Ich gehe gezielt auf die Hauptproblemzonen wie  z.B. Nacken, Schultern und Rücken, sowie allgemeine Verkürzung und Schwächen der Muskulatur ein. Hier ist das Aerial übrigens sehr wohltuend und effizient. Leo und ich bringen hierfür unser anatomisches und physiotherapeutisches Wissen durch kontinuierlichen Austausch mit Physiotherapeuten und durch Fortbildungen in diesem Bereich auf den neusten Stand. Das ist uns sehr wichtig.

3 schätze: Leo, Du bist ebenfalls im Svasthya zuhause und bietest Ganzheitliches Yoga an. Magst Du hierzu etwas erzählen?

Leo: Für mich ist die Vielfalt etwas wunderbares. Über die Jahre habe ich viele verschiedene Yoga Stile kennenlernen dürfen, und es sind immer wieder neue Aspekte dazugekommen. Und hier werden mir vielleicht einige Lehrer widersprechen, aber mir haben viele unterschiedliche Sichtweisen (auch wenn sie sich auf den ersten Blick widersprachen) geholfen meinen eigenen Yoga Weg zu gehen. Mittlerweile weiß ich, dass im körperlichen, wie im geistigen Kontext, jede kleine Veränderung einen ganz anderen Input gibt. Aus Sicht der Gesundheitsförderung ist ein möglichst vielseitiges Bewegungsspektrum genauso wichtig wie eine ausgewogene Ernährung.

Das Wissen darum, dass der Körper jeden Tag durch alles was wir tun oder nicht tun geformt wird und auf zellulärem Level auf jeden Impuls reagiert, prägt meinen Unterricht. Nun besteht die Kunst darin, den Körper mit Geduld und Achtsamkeit an neue Herausforderungen heranzuführen. Und ich sehe es als meine Aufgabe diesen Rahmen für jeden meiner Schüler zu schaffen. Auch finde ich es wichtig im Yogaunterricht Raum für körperliches, geistiges und emotionales Bewusstsein zu schaffen, unabhängig vom Level des Kurses. Um es auf den Punkt zu bringen: Ganzheitlich bedeutet für mich Körper, Geist und Seele vielseitig anzusprechen; mit Liebe fürs Detail, ohne den Blick für die großen Zusammenhänge zu verlieren.

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3 schätze: In wie weit unterscheidet sich Eure Aerial-Lehrerausbildung von andern Aerial-Teacher-Trainings?

Anja: Zuerst einmal sind wir hier im Bonner Raum die Ersten und, soweit ich weiß, auch die Einzigen, die diese Ausbildung anbieten. Wir machen also ein bisschen Pionier-Arbeit.
Yogalehrer, die bei uns die Ausbildung machen profitieren davon, dass sie für einen fairen Preis doppelte Betreuung erhalten. Leo und ich sind beide während der Ausbildung ständig anwesend, die eine leitet an und unterrichtet, während die andere durch die Klasse geht und korrigiert bzw. individuell hilft. Wir verfügen über viele Jahre Erfahrung als Vollzeit-Yogalehrerinnen. Außerdem unterrichten wir beide seit Jahren auch kontinuierliche Aerial Klassen, d.h. Yogalehrer in unserer Ausbildung profitieren von unseren Erfahrungen im Aufbau, dem Sequencing und der Weiterentwicklung von solchen Klassen. Für Yogalehrer, die davon auch leben wollen, ist das alles sehr wichtig. Es geht bei weitem nicht nur darum die Asanas fehlerfrei auszuführen.
Und wie schon erwähnt, vermitteln wir solides Wissen bezüglich der Gesundheitsprävention. In unseren Augen zeichnet das gute Yogalehrer aus.

Infos zum Aerial Teacher Training mit Leo und Anja

Achtung, neue Termine:
17.06. und 18.06.2017
24.06. und 25.06.2017
01.07. und 02.07.2017

Ablauf:
1. WE Technik, Tuchhygiene, Gegenanzeigen, Asanas
2. WE Asanas
3. WE gegenseitiges Unterrichten und Lehrprobe

Zeit:
Samstag 9:00 – 18:00 (12:00 – 13:30 Pause) und
Sonntag 9:00-17:00 (12:00 – 13:30 Pause)

Kosten: 800,00 €

Inhalte:
Material, Technisches, Gegenanzeigen
Bodenarbeit mit Tuch
Stand-, Dehn- und Balancehaltungen mit dem Tuch
Flug- und Umkehrhaltungen mit und im Tuch
Grundzüge der therapeutischen Arbeit im Tuch
physiologische und psychologische Wirkung des Aerial Yogas
Wirkung auf die Chakren
Erdende Mantras, Mudras und Meditationen rund um die Tucharbeit
Aerial-Yoga Manual als Handout für jeden Teilnehmer

Ausbilder: Leo Belloso und Anja Addis

Anmeldungen bei Leo (yogabelloso@gmx.de) oder Anja Addis (anjaaddis@gmail.com)

 

leo-portraitLeo Belloso ist seit 2006 Yogalehrerin der Indian Yoga Educational Society und seit 2010 Yogalehrerin des BYY, arbeitet seit 2014 als Aerial Yogalehrerin und wurde bei Dhanya Daniela Meggers / Dana Aerial Institut zur Aerial Yoga Lehrerin ausgebildet.

www.yogabelloso.com

 

anja-portraitAnja Addis ist seit 2009 Yogalehrerin Advanced des Instituts für Yoga und Gesundheit/ Köln (BYY), arbeitet seit 2013 als Aerial Yogalehrerin und wurde bei Liliana Polanco und Björn Heucke / Aerialyoga in Berlin zur Aerial Yogalehrerin ausgebildet.

www.joy-of-yoga.de

 

logo-svasthyaSvasthya Yogastudio
Rheinweg 78 · 53129 Bonn
T. 0228 823 86 770
mail@svasthya-bonn.de

www.svasthya-bonn.de